.. vom Wehentee war, dass es keine Wirkung gab..... :(

Im neuesten Newsletter von der 40. Schwangerschaftswoche, den ich von "Eltern" bekommen habe, gab es noch weitere Tipps hierfür.....

Am Verlockendsten hört sich für mich der Nelken-Tampon an...... allerdings finde ich die Tatsache, dass man den nur im Krankenhaus nehmen sollte etwas doof....... hm........

Bevor Sie eine dieser Methoden ausprobieren wollen, sprechen Sie bitte unbedingt vorher mit Ihrer Hebamme!

1. Wehencocktail

Anwendung: Jede Hebamme hat ihr eigenes Rezept, aber immer ist Rizinusöl mit drin im Cocktail zum Trinken.
Wirkung: Der Mix sorgt für gute Durchblutung der Verdauungsorgane und pustet den Darm durch. Auf die Unruhe antwortet die Gebärmutter oft mit Wehen.
Nebenwirkung: Bauchkrämpfe, Kreislaufprobleme! Deshalb: Nur anwenden, wenn die Hebamme mit dabei ist.
Erfolg: gut - oder gar keiner.

2. Zimtsterne, Zimttee

Anwendung: Pro Tag etwa 200 Gramm Zimtsterne essen. Rezept für Zimttee (zweimal täglich): Zwei bis drei Zimtstangen zerbröckeln, mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, nach zehn Minuten abseihen.
Wirkung: Zimt regt die Durchblutung in den Beckenorganen an. Das kann Wehen anstoßen.
Nebenwirkung: bei Überdosierung im schlimmsten Fall Übelkeit.
Erfolg: gut - oder gar keiner.

3. Ausgedehnte Spaziergänge

Anwendung: Bequeme Schuhe an und los!
Wirkung: Aufrecht und in Bewegung wirkt die Schwerkraft besser - das Köpfchen des Kindes bekommt Kontakt mit dem Becken, oft ein Signal für Wehen.
Nebenwirkung: Überanstrengung. Und dann tut der Körper genau das Richtige: keine Wehen, bis man sich wieder erholt hat. Was für Gewaltmärsche gilt, trifft auch auf exzessives Treppensteigen und Fensterputzen zu - zu viel bremst die Wehen.
Erfolg: gut - bei richtiger Dosierung.

4. Heisse Bäder

Anwendung: Etwa 38 Grad warmes Wasser einlassen, ein paar Tropfen ätherisches Öl dazugeben (z. B. persische Rose oder Lavendel), zehn Minuten ruhig in der Wanne liegen.
Wirkung: tiefe Entspannung. In der Wärme werden die Muskeln locker, auch die Bauch- und Beckenmuskeln. Eine gelockerte Umgebung gibt dem Uterus Kraft für Wehen.
Nebenwirkung: Der Kreislauf kann schlappmachen! Deshalb nur baden, wenn noch jemand mit in der Wohnung ist.
Erfolg: gut, wenn der Uterus schon bereit ist für Wehen.

5. Sex

Anwendung: Eine Stellung wählen, bei der der große Bauch nicht stört, zum Beispiel Bauch an Rücken ("Löffelchen"). Alternative: Sie sitzt auf ihm.
Wirkung: Entspannung und beim Orgasmus ein Kick an der richtigen Stelle. Außerdem enthält das Ejakulat das Hormon Prostaglandin, das den Muttermund geburtsbereit macht.
Nebenwirkung: keine.
Erfolg: so gut, dass Hebammen und Ärzte Sex als "Bio-Maßnahme" empfehlen.

6. Wehentropf

Anwendung: Über eine Nadel in der Armbeuge wird das Hormon Oxytozin in den Körper getropft.
Wirkung: Auf den hohen Oxytozin-Spiegel im Blut antwortet die Gebärmutter mit Wehen.
Nebenwirkung: Oft heftige Wehenschmerzen. Bescheid sagen, die Tropfgeschwindigkeit lässt sich drosseln! Etwa 80 Prozent der Frauen brauchen bei einer eingeleiteten Geburt eine PDA.
Erfolg: zuverlässig, wenn das Kind auf die Welt muss. Zur Not wird Oxytozin hoch dosiert.

7. Prostaglandin

Anwendung: Wenn das Baby auf die Welt soll, der Muttermund aber noch nicht weich ist, wird in der Klinik ein Zäpfchen oder Gel mit dem Hormon Prostaglandin in die Scheide gelegt.
Wirkung: Die Muskelfasern am Muttermund ziehen sich rhythmisch zusammen - das ergibt vorbereitende Wehen.
Nebenwirkung: Schmerzen, die auch in der frühen Phase schon richtig wehtun.
Erfolg: 50 zu 50. Rührt sich nichts, muss Prostaglandin nachgelegt werden. Das heißt, man ist lang im Krankenhaus, bevor sich etwas tut.

8. Nelkenöl-Tampon

Anwendung: Hebamme oder Arzt legen einen mit Nelkenöl getränkten Tampon in die Scheide. Das geschieht in der Klinik.
Wirkung: Die Inhaltsstoffe des Öls lassen den Muttermund reifen, das heißt, weich und nachgiebig werden für die Geburt. Weil die Wirkung nicht vorhersehbar ist, dürfen Nelkenöl-Tampons nur im Krankenhaus (oder Geburtshaus) angewendet werden.
Nebenwirkung: keine.
Erfolg: gut. Eine aktuelle Studie ergab: Mehr als die Hälfte der Frauen, bei denen die Geburt aus medizinischen Gründen eingeleitet werden musste, brauchte nur den Nelkenöl-Tampon, keine anderen Medikamente. Die Kaiserschnittrate nach Einleitung mit Nelkenöl ist nur halb so hoch wie nach Wehentropf und Prostaglandin-Zäpfchen (neun statt 18 Prozent).

9. Fussreflexzonen-Massage

Anwendung: Die Hebamme (oder eine andere Fachkraft) stimuliert bestimmte Punkte am Fuß.
Wirkung: Das Becken wird besser durchblutet, die Gebärmutter stimuliert.
Nebenwirkung: keine.
Erfolg: wenn die Hebamme viel Massage-Erfahrung hat, oft sehr gut.

10. Muttermund-Massage

Anwendung: Hebamme oder Arzt massieren den Muttermund sanft und versuchen, den Eipol (das hinter dem Muttermund liegende unterste Ende der Fruchtblase) zu lösen.
Wirkung: Stimulation am Muttermund regt den Körper oft dazu an, mehr vom Wehenhormon Oxytozin auszuschütten.
Nebenwirkung: Muttermund-Massage kann wehtun! Sofort Bescheid sagen.
Erfolg: wenn der Muttermund schon weich ist, gut.